Seit Januar 2020
Neuerungen beim Qualitätsmanagement (QM)-Milch-Standard

Milchstrahl

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Seit 1. Januar 2020 gibt es einen nahtlosen Übergang zur Qualitätsmanagement (QM)-Milch-Standard 2020.

Bereits etwa 90 % der Milcherzeuger in Bayern nehmen an dem System teil. Dabei setzten sie ein Zeichen für noch mehr Sicherheit, Qualität und Tierwohl in ihren Ställen.
Die wesentlichen Neuerungen sind, neben der Zertifizierung der Futtermittelhersteller und der Verschärfung der Prüfintervalle, auch die Erweiterung des Kriterienkatalogs auf fünf weitere Kriterien. So gibt es seit Januar insgesamt 69 zu prüfende Kriterien.
Zertifizierung
Durch den Wegfall der Unbedenklichkeitsbescheinigung müssen sich Futtermittelhersteller und –händler bei anerkannten Standardgebern zertifizieren lassen, um weiterhin im QM-Milch System liefern zu können.
Im Fokus
Die Prüfung der drei großen Fokusbereiche Tierschutz, Milchhygiene und betriebliches Umfeld muss eine Mindestpunktezahl erreichen. Wird dies nicht, verkürzt sich das Prüfintervall auf 18 Monate. Zusätzlich werden bei Nichterfüllung einzelner Punkte in einem dieser drei Fokusbereiche, bei einer Nachkontrolle alle Einzelpunkte erneut geprüft.

Erweiterung

  • Die Erweiterung des Kriterienkatalogs auf insgesamt 69 Punkte ergänzt sich durch:
    • Die Dokumentation des Trächtigkeitsstatus der Tiere,
    • die Überprüfung der Gliedmaßen der Tiere, insbesondere die Kontrolle auf Verletzungen im Gelenkbereich durch evtl. bauliche Mängel oder Managementfehler,
    • eine effiziente und antibiotikareduzierte Behandlung von Eutererkrankungen (Zusammenarbeit von LW und TA, Durchführung von Erregertests),
    • die Überprüfung der richtigen Lagerung von Tierarzneimitteln und
    • ein ordentliches Erscheinungsbild des Betriebes (sauberes Hofbild).
Qualitätsmanagement-Milch
QM-Milch erfüllt mehr als nur die gesetzlichen Anforderungen. Damit tragen teilnehmende Landwirte einen entscheidenden Teil zur Aktzeptanz bei Verbrauchern, Gesellschaft und bei Marktpartntern bei. Ebenso verbessern sie die Wettbewerbsfähigkeit der Milchwirtschaft und das Image von Milchprodukten in der Gesellschaft.