Pressemitteilung vom 14. Juli 2017
Käferholz sicher aufarbeiten

Holzpolter

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) rät Waldbesitzern aufgrund der aktuell stark ansteigenden Unfallzahlen, die Aufarbeitung von Käferholz an Forstprofis zu vergeben.

Die zügige Aufarbeitung von Käferholz, also von vom Borkenkäfer befallenen Bäumen, hat zurzeit höchste Priorität, da sich deren Anzahl rasant entwickelt. In aller Regel stehen in einem Baumbestand mehrere befallene Bäume dicht beieinander. Der Forstprofi spricht dann von „Käfer-Nestern“, die umgehend entfernt werden müssen, um der Ausbreitung des Borkenkäfers wirkungsvoll zu begegnen. Bei aller Dringlichkeit muss die Arbeitssicherheit trotzdem ganz obenan stehen, mahnt die SVLFG. Der Blick in die aktuelle Unfallstatistik zeichnet derzeit ein trauriges Bild. Die Zahl der verunglückten Personen bei der Waldarbeit steigt in Regionen mit Käferholz sprunghaft an.
Geringeres Unfallrisiko beim Harvester-Einsatz
Die SVLFG rät bei der Aufarbeitung von Käferholz zum Einsatz eines Harvesters. Mit Harvestern lassen sich in einem Arbeitsablauf Bäume fällen, entasten und auf Länge sägen. Das Unfallrisiko ist bei diesen Vollerntern am geringsten, da der Maschinenführer von seinem geschützten Führerhaus aus arbeitet. Ist der Einsatz eines Vollernters nicht möglich, sollten ausschließlich ausgebildete Forstwirte mit der Beseitigung der „Käfer-Nester“ beauftragt werden. Sie verfügen über die notwendige Ausrüstung und wissen, wie Bäume mit Schädlingsbefall fachgerecht und umsichtig gefällt werden.
Nähere Informationen
Auskünfte, wer vor Ort Waldarbeiten übernimmt, geben zum Beispiel die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Waldbesitzervereinigungen, Maschinenringe und Betriebshilfsdienste sowie private Forstunternehmer aus der Region. Für persönliche Beratungsgespräche zur sicheren Waldarbeit stehen die Präventionsmitarbeiter der SVLFG zur Verfügung. Kontaktdaten sind online zu finden.

Ansprechpartner SVLFG Externer Link

Ansprechpartner für Waldbesitzer am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding