Die Forstwirtschaft im Landkreis Erding

Ein Weg lädt zum Spaziergang durch den Wald ein

Spaziergängerweg durch den Wald © Tanja Stenzel

Erding ist mit einem Waldanteil von nur 13,5% und 11.800 ha der Landkreisfläche der waldärmste Landkreis Bayerns.

Insbesondere der flache Westen des Landkreises ist arm an Wäldern. So liegt der Waldanteil in den Gemeinden des Erdinger Moos (z.B. Berglern, Neuching, Oberding) deutlich unter fünf Prozent. Im tertiären Hügelland hingegen, welches aufgrund der zahlreichen kleinen Waldbestände ja auch als „Holzland“ bezeichnet wird, ist der Waldanteil schon um einiges höher. Am meisten Wald allerdings findet man in der Isener Altmoräne: So sind die waldreichsten Gemeinden Buch am Buchrain mit 47,8% Waldanteil an der Gemeindefläche, Isen mit 36,5% und Sankt Wolfgang mit 26,8%.

Die Struktur des Waldbesitzes

Von den ca. 11.800 ha Wald im Landkreis sind mit ca. 9.500 ha (80%) im Privatbesitz, ca. 1.980 ha (17%) sind Staatsforste und ca. 320 ha (3%) sind Kommunalwald. Von den ca. 9.310 ha Privatwald sind 650 ha Großprivatwald. Das sind Forstbestände mit mehr als 100 ha Größe, für deren Pflege oft eigenes Personal beschäftigt wird. Die überwiegenden Waldflächen ca. 8.660 ha sind jedoch Kleinprivatwald.
Die Waldflächen im Landkreis Erding verteilen sich auf ca. 4.000 private Waldbesitzerverhältnisse, von denen im Durchschnitt jeder über 2,4 ha Wald besitzt.

Zusammensetzung des Waldes

Der "Wald" im Landkreis Erding besteht überwiegend (ca. 75%) aus Fichtenbeständen, ca. 15% sind Edellaubhölzer wie Ahorn und Esche, die übrigen ca. 10% verteilen sich auf Buchen, Tannen Birken und Kiefern. Der Großteil der Tannen– und Laubholzbestände sind im südlichen Landkreises Erding auf den Böden der Altmoränenlandschaft zu finden. Seit 1985 wurden im Landkreis Erding über 600 ha neue Laub- und Mischwälder mit staatlichen Fördergeldern gepflanzt.